TENNIS

Jannik Sinner triumphiert in Gröden

Die 10. Auflage des Sparkasse Challenger Val Gardena Südtirol ist auf die schönste Weise zu Ende gegangen: Mit dem großartigen Heimsieg von Jannik Sinner, der sein Heimturnier in St. Ulrich bei der zweiten Teilnahme ohne Satzverlust gewonnen hat. Im heutigen Endspiel hat er sich gegen den Österreicher Sebastian Ofner mit 6:2, 6:4 durchgesetzt.

Von Willy Vontavon

Der Publikumsliebling hat das Match die meiste Zeit über bestimmt. Auch heute waren die Tribünen in St. Ulrich voll besetzt: Über 500 Zuschauer wollten das 18 Jahre alte „Wunderkind“ aus Sexten im Pustertal sehen, den Sieger der Next Gen ATP Finals. Sinner bekommt für den Turniersieg ein Preisgeld von 6190 Euro und 80 Weltranglistenpunkte, mit denen er sich am Montag im ATP-Ranking auf Platz 78 verbessern wird. Zu Beginn des Jahres war Sinner die Nummer 551 der Welt. Er hat heute nach Bergamo und Lexington sein drittes Challenger der Saison gewonnen, und er ist der zweite Südtiroler, der in Gröden gewonnen hat. Andreas Seppi stand hier dreimal in Folge im Finale und hat das größte Tennisturiner Südtirols 2013 und 2014 für sich entschieden.

Der Druck war groß, als Sinner zu Wochenbeginn nach Gröden gekommen ist als Sieger der Next Gen ATP Finals in Mailand. Sinner war der Favorit, und er hat dem Druck standgehalten. Coach Riccardo Piatti und Assistent Cristian Brandi waren diese Woche ebenfalls dabei. Sinner hat immer aggressiv gespielt während der Woche, und er hat seine fünf Matches souverän gewonnen.

Sebastian Ofner, die Nummer 173 der Welt (am Montag ist er die Nummer 157), hat nur zu Beginn mitgehalten. Nach dem 2:2 holte sich Sinner sechs Games in Folge und ging 6:2, 2:0 in Führung. Dann begann der Lokalmatador ein Game mit zwei Doppelfehlern und kassierte das Break zum 2:2. Aber er returnierte in der Folge weiter gut, und nachdem er bei 3:3 drei Breakbälle ausgelassen hatte, nahm er dem Österreicher den Aufschlag zum 5:4 ab und servierte sicher aus. Er beendete die Partie mit zwei Assen.

“Es ist ein wunderbares Gefühl, das Heimturiner zu gewinnen und hier die Saison zu beenden. Vor meiner Familie, den Eltern, so vielen Fans. Es waren die ganze Woche über sehr viele Zuschauer hier. Danke an alle, danke auch an mein Trainerteam. Das Turnier hat mich ein bisschen an Bergamo erinnert mit demselben Schiedsrichter im Finale, demselben Supervisor. Es ist ziemlich schnell gegangen für mich in letzter Zeit. Vor nicht allzu langer Zeit war ich hier in Gröden und habe Andreas Seppi zugeschaut. Ich denke, jetzt habe ich mir ein paar Tage Pause verdient. Danach beginnt das Training für die neue Saison“.
Auch Ofner, der zwischen den beiden Sätzen ein Medical Timeout verlangt hatte, weil er Probleme an den Füßen hatte, ist mit seiner Woche in Gröden zufrieden: “Ich habe ein gutes Turnier gespielt, aber Jannik war im Finale zu stark für mich“. 

17. November 2019